Sorge verstehen, Sachverhalt offen prüfen

Wenn etwas nicht gefunden wird, kann daraus bei Demenz eine feste Überzeugung entstehen, es sei gestohlen worden. Für die Person kann sich die Bedrohung sehr real anfühlen. Trotzdem müssen reale Verluste oder Übergriffe ernst genommen werden.

Was kann ich sagen?

Diese Beispiele sind Angebote, keine festen Regeln. Passe sie an die Person und die tatsächliche Situation an.

„Du findest dein Geld nicht. Ich sehe, dass dich das beunruhigt.“

„Möchtest du, dass wir zusammen nachschauen?“

Was kann ich jetzt tun?

  1. Frage ruhig, was genau fehlt. Vermeide ein Verhör oder eine Diskussion darüber, wer recht hat.
  2. Suche gemeinsam an vertrauten Stellen, wenn die Person einverstanden ist.
  3. Wenn der Gegenstand gefunden wird, verzichte auf Vorwürfe. Ein gemeinsam vereinbarter Aufbewahrungsplatz kann beim nächsten Mal helfen.

Was sollte ich vermeiden?

Weder „Das bildest du dir ein“ noch eine erfundene Schuldzuweisung hilft bei der Klärung. Gib anderen Personen nicht ohne Grundlage die Schuld. Bei konkreten Hinweisen auf Diebstahl oder Misshandlung hole unabhängige Unterstützung.

Wann brauche ich Hilfe?

Plötzlich neu auftretende starke Verwirrtheit oder solche Überzeugungen brauchen eine dringende ärztliche Abklärung. Bei Bedrohung halte Abstand und hole Hilfe. Schütze dich und die betroffene Person; versuche nicht, Gefahr allein wegzudiskutieren.