Vier kleine Schritte für den nächsten Moment

  1. Kurz innehalten.Prüfe zuerst, ob beide Personen unmittelbar sicher sind. Senke, wenn möglich, Lautstärke und Tempo.
  2. Das Gefühl aufgreifen.Versuche nicht sofort zu korrigieren. Benenne vorsichtig, was du wahrnimmst: Unsicherheit, Sehnsucht oder Ärger.
  3. Einen kurzen Satz anbieten.Eine Aussage oder eine einfache Frage reicht. Mehrere Erklärungen hintereinander können zusätzlich belasten.
  4. Reaktion beobachten.Was heute hilft, kann morgen unpassend sein. Lass die Antwort der Person bestimmen, wie es weitergeht.

Mögliche Formulierungen zum Ausprobieren

„Ich bin bei dir. Wir schauen gemeinsam.“

„Das klingt gerade beunruhigend. Was würde dir jetzt guttun?“

„Nimm dir Zeit. Ich höre dir zu.“

Diese Sätze sind keine Regeln. Passe Anrede, Nähe und Wortwahl an die Person und eure Beziehung an.

Was Gespräche unnötig schwer machen kann

  • über Erinnerungen oder die „richtige“ Wirklichkeit zu streiten,
  • mehrere Fragen oder Wahlmöglichkeiten gleichzeitig zu geben,
  • in einem kindlichen oder prüfenden Ton zu sprechen,
  • eine einmal erfolgreiche Formulierung als sichere Lösung zu behandeln.

Wann ein Gespräch nicht ausreicht

Plötzlich neu auftretende oder deutlich stärkere Verwirrtheit, Schmerzen, Atemnot, ein Sturz oder unmittelbare Gefahr gehören nicht in eine Kommunikations-App. Hole dann zeitnah professionelle beziehungsweise örtliche Notfallhilfe. Demenz Coach ersetzt keine medizinische Beratung.